Kinder verbringen vom ersten Lebensjahr an einen großen Teil ihres Alltags in elementaren Bildungseinrichtungen. Deshalb ist es entscheidend, dass frühe Leseförderung auch dort stattfindet. Bücher und Geschichten schaffen nicht nur Freude am Lesen und wecken das Interesse am Medium Buch, sondern stärken maßgeblich die sprachliche und kognitive Entwicklung der Kinder. Regelmäßiges Vorlesen fördert soziales Lernen und vermittelt ein erstes Verständnis für Schriftsprache und ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe.
In Österreich stehen elementare Bildungseinrichtungen jedoch vor erheblichen Herausforderungen durch einen akuten Personalmangel, der es erschwert, ausreichende und hochwertige Angebote zu schaffen. Dennoch spielen diese Einrichtungen eine zentrale Rolle bei der Sicherstellung von Chancengerechtigkeit. Jedes Kind hat das Recht auf Bildung und dahingehend in der Entwicklung seiner Sprach- und Lesekompetenz individuell gefördert zu werden.
Im Netzwerk arbeiten elementare Bildungseinrichtungen, Trägerorganisationen und Verbände gemeinsam daran, trotz begrenzter Ressourcen, Lösungen zu entwickeln. Viele Vorhaben werden einfacher umsetzbar, wenn sie gemeinschaftlich angegangen werden, wodurch insgesamt Ressourcen gespart werden können. Beispiele dafür sind Initiativen wie „Warum wir vorlesen“, die mehrsprachige Variante von Christine Nöstlingers “Jeden Morgen um 10” und gemeinsame Fortbildungsformate zum Thema Leseförderung.